Gefakte Rezensionen klingen oft überschwänglich, aber überraschend leer. KI erkennt stereotype Lobketten, generische Adjektivreihen und das Fehlen konkreter Details zu Haptik, Maße, Geruch oder Nutzungsszenarien. Gleichzeitig fällt die Gleichförmigkeit auf: identische Kommasetzung, wiederkehrende Einleitungsfloskeln, austauschbare Superlative. Durch Vergleich mit Referenzkorpora und echten Erfahrungsberichten lassen sich Abweichungen zuverlässig messen, ohne individuelle Schreibweisen vorschnell zu stigmatisieren.
Bewertungen wachsen normalerweise organisch. Explodieren sie innerhalb weniger Stunden, während sonstige Interaktionen fehlen, deutet dies auf Kampagnen hin. KI betrachtet Tageszeiten, Feiertage, Produktlebenszyklen und Marketingkalender, um natürliche Peaks von orchestrierten Schüben zu trennen. Verdächtig sind enge Cluster identischer Sterne, geringe Varianz und das abrupte Verstummen nach einer Welle. Solche Muster werden durch Visualisierungen und robuste Schwellenwerte verständlich und überprüfbar.
Konten, die immer wieder dieselben Händler, Nischen oder Marktplätze positiv bewerten, verknüpfen sich zu dichten Clustern. KI-gestützte Graphanalysen zeigen gemeinsame IP-Räume, sich überschneidende Zeitfenster, identische Produktlisten und gegenseitiges Liken. Gleichzeitig werden harmlose Koinzidenzen berücksichtigt, damit keine voreiligen Urteile entstehen. Sichtbar wird, wer glaubwürdig wirkt, wer sich unauffällig verhält und wo Koordination wahrscheinlich ist.